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	<title>Wanderwort by Roman Ernst &#187; Gedachtes</title>
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	<description>Interkulturelle Wortkolletionen in Ruby, PHP, XHTML, CSS nah am Strom der Gesellschaft</description>
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		<title>Der Mob &amp; direkte digitale Demokratie</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 13:07:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedachtes]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Kameraüberwachung in Dresden (Bildquelle)Die politische Elite steht unter Druck, am Stammtisch und im digitalen Netzwerk radikalisieren sich die Meinungen. Zeitweise beherrschen Knüppel und Blut vielerorts deutsche Strassen. Seitdem 1992 Politikverdrossenheit zum Wort des Jahres erklärt wurde, passte das lange zu unserem allgemeinen Selbstverständnis als deutscher Michel. Politik: das wollten wir nicht, das konnten wir nicht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://wanderwort.de/?p=332"><img src="http://wanderwort.de/wp-content/uploads/2011/01/171865-300x200.jpg" alt="" title="Kameraüberwachung" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-336" style="margin: 5px 15px 2px 0" /></a><a href="http://de.indymedia.org/2007/03/170402.shtml" class="alignleft" style="font-size: 60%; margin: 0 15px 5px 0; width: 296px; display: inline-block;">Kameraüberwachung in Dresden (Bildquelle)</a>Die politische Elite steht unter Druck, am Stammtisch und im digitalen Netzwerk radikalisieren sich die Meinungen. Zeitweise beherrschen Knüppel und Blut vielerorts deutsche Strassen.<br />
Seitdem 1992 <em>Politikverdrossenheit</em> zum Wort des Jahres erklärt wurde, passte das lange zu unserem allgemeinen Selbstverständnis als deutscher Michel. Politik: das wollten wir nicht, das konnten wir nicht, dafür war uns die Zeit zu schade. Facetten einer US-Amerikanern zugeschriebenen Eigenschaft blühten in deutschen Einfamilienhäusern. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, wie nun hier, liege es zu allererstes in unserer eigenen, direkten Verantwortung wie wir leben und wie es uns geht. Repräsentanten des Volkes wurden offenbar einzig auf die Funktion ihrer internationalen und medialen Repräsentation degradiert.</p>
<p>Umso verhängnisvoller muss das Erlebnis einer zusammenbrechenden Finanzwelt in unsere Köpfe geprescht sein. <span id="more-332"></span>Die politische Elite, offenbar der gesamten westliche Welt, ist einer lethargischen laissez-faire Mentalität verfallen. Nach dem Motto &#8220;<em>Die lassen uns in Ruhe, lassen wir die also auch in Ruhe</em>&#8221; konnten sich Bürger und Politiker aufeinander verlassen. Solange dies auf beiden Seiten fair genutzt würde, mag dieses Konzept wohlmöglich eine gelungene Alternative zum in der Sekundarstufe vermittelten Demokratieverständnis darstellen. Jeder Mensch allerdings, der sich neben seiner selbst auch mit seiner Umwelt beschäftigt, muss festgestellt haben, dass Menschen nicht unentwegt gemeinnützig handeln. So konnte es kommen, dass “<em>Finanzexperten</em>” mit unserem Geld Wolkenberge versetzen und unsere hiesigen Politiker ungeachtet und auf Grundlage vielfältiger, medial vermittelter Terrorängste unsere Bürgerrechte einschränken.</p>
<p>Augenscheinlich mussten wir diesen Knall erleben, damit auch der letzte Industrielandbürger sich die Mütze aus dem Gesicht zieht. Und plötzlich fragen sich alle wie das passieren konnte. Dabei hat es uns “einfache” Bürger doppelt getroffen: Zum einen unterstehen wir der permanent möglichen Überwachung durch Staatsorgane, haben wegen steigender Steuerbelastungen weniger im Portemonnaie und müssen uns zu allem Übel auch noch damit abfinden, dass unsere Mitbürger und internationalen Partner unsere Altersrücklagen in Form von Aktien umverteilt haben. Umverteilt in dem Sinne, dass der, der viel hatte, jetzt noch mehr hat und umgekehrt.</p>
<p>Der deutsche Michel, nun auch noch der dumme August, kramt jetzt voller Wut die Mistgabel aus seinem Vollholz-Wohnzimmerschrank. Redner der Opposition laufen mit Fackeln vorweg. Seit Jahrzehnten geplante Projekte wie die Bahnofsmodernisierung in Stuttgart, der eigentlich permanent währende Castor-Transport nach Gorleben, das verzögerte Renteneintrittsalter, der Krieg den wir im nahen Osten führen, sehen sich plötzlich einem wütenden Mob gegenüber, der aufgewacht aus seinem Zweiten-Frühstücks-Mittagsschlaf, sich bei den Entscheidungen übergangen fühlt.</p>
<p>Die Politikverdrossenheit ist Vergangenheit. Jetzt wird nach Vergeltung gerufen und das Wort des Jahres 2010 sollte eigentlich “Politikhass” werden. Ein Großteil der Bevölkerung wähnt sich bei der Opposition bestätigt. Der andere Teil streut seine Brandreden am Stammtisch oder im digitalen Netzwerk. Das sich an unserem Politik- und Demokratieverständnis in den letzten 100 Jahren einiges geändert hat ist vielleicht nicht ganz so offensichtlich wie die Tatsache, dass Kommunikation, Meinungsbildung und politische Partizipation heute nicht mehr zu vergleichen sind mit Begebenheiten von vor 100 Jahren. Da ist es schwer zu verstehen, wieso beruhend auf diesen Erkenntnissen der aktuelle politische Diskurs immer noch von überholten Argumenten und einer abgehobenen Elite bestimmt wird.</p>
<p><a href="http://wanderwort.de/wp-content/uploads/2011/01/people-network.jpeg"><img src="http://wanderwort.de/wp-content/uploads/2011/01/people-network.jpeg" alt="" title="Partiziptation" width="300" height="300" class="alignright size-full wp-image-362" style="margin: 5px 0 4px 15px; -moz-box-shadow: inherit; -webkit-box-shadow: inherit;" /></a><a href="http://ozgekaraoglu.edublogs.org/2010/01/05/100-web-tools-to-enhance-collaboration-part-1" class="alignright" style="font-size: 60%; margin: 0 0 15px 15px; width: 296px; display: inline-block;">Partizipation durch digitale Netzwerke (Bildquelle)</a>Wenn unsere Kommunikation heute so massiv von digitalem Austausch bestimmt wird, wieso finden sich diese Modelle im politischen Diskurs höchsten in der Kritik? Diese Divergenz zwischen politischem und gesellschaftlichem Leben ist dann die wahrscheinlichste Begründung für das Unverständnis, das unsere demokratisierte Gesellschaft wieder droht zu spalten. Aus Angst und gefühlter Machtlosigkeit retten wir uns in radikale Phrasen.</p>
<p>Klingt es nicht sinnvoller, dass in Zeiten wie diesen, wir demokratische Grundsätze an die Kirchentür nageln sollten? Emanzipation und Partizipation des Individuums könnten uns aus der Krise retten. Politische Lager sind in einer multilateralen Welt mit mannigfaltig gebildeten und interessierten Bürgern ein veraltetes Prinzip bei dem es uns nicht wundern dürfte, dass sich niemand mehr mit einer Partei identifizieren mag. Der digitale Zugang zu einem nie da gewesenen Informationsschatz und die finanziellen Spielräume die wir genießen, schließen beinahe aus, dass sich ein junger Kosmopolit in ein nationales, politisches Parteikorsett zwängen würde.<br />
Wieso sollten wir Kompromiss in der Fraktion suchen, wenn wir doch auch mit unserer, vielleicht komplexen oder radikalen, Ansicht auch so Gehör finden? Unsere digitalen Netzwerke sind voller politischer Identität, voller Motivation. Dass diese neuen Wege der politischen Kommunikation nicht nur ignoriert, sondern bisweilen sogar bekämpft werden, grenzt an Verblendung. </p>
<p>Scheint es nicht naheliegend, dass eine institutionelle, parteienbestimmte politische Landschaft ein veraltetes Modell ist, das dem Demokratieanspruch junger Generationen und unserer schnelllebigen Welt nicht gerecht wird?<br />
Dass es noch nicht lange her ist, dass wir diese Organisations- und Polarisierungsorgane benötigten um nicht dem Chaos zu verfallen, ist zu begreifen. Nun müssen wir allerdings endlich anfangen die politische Verantwortung durch unsere digitale Vernetzung wieder näher an den Bürger zu bringen. Wäre dies geschafft, könnte auch niemand mehr fluchen, dass “die da Oben” gegen seinen Willen handeln.</p>
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		<title>Brief an einen Freund</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 13:18:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedachtes]]></category>
		<category><![CDATA[Freunde]]></category>
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		<description><![CDATA[Um herauszufinden, was du willst, musst du bewusster leben &#8211; nicht danach suchen. Denn erst Erlebtes lässt sich reflektieren. Leben ist permanent in Bewegung zu bleiben. Studien haben ergeben, dass sportliche Menschen, denen man mehrere Wochen lang Faulenzen verordnet hat, schon nach kürzester Zeit schwere physische Mängelerscheinungen aufwiesen. Ich bin mir trotz fehlenden Studien sicher, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um herauszufinden, was du willst, musst du bewusster leben &#8211; nicht danach suchen. Denn erst Erlebtes lässt sich reflektieren. Leben ist permanent in Bewegung zu bleiben.<br />
Studien haben ergeben, dass sportliche Menschen, denen man mehrere Wochen lang Faulenzen verordnet hat, schon nach kürzester Zeit schwere physische Mängelerscheinungen aufwiesen. Ich bin mir trotz fehlenden Studien sicher, dass genau dies auch mit deiner Psyche passiert wenn du deinen Geist zu Bette trägst. Am ehesten passiert dies, wenn du dich auf Erreichtem ausruhst. Was dein Körper dir mit schwammigen Polstern verbucht, endet für dein Wesen in einer erträglichen, unbewussten Einfalt. Die Seligkeit scheint omnipräsent &#8211; ist aber zerbrechlich wie Porzellan. Es ist einfacher.</p>
<p>Reflektierst du diese Hypothese auf deine Beziehungen, wirst du ganz ähnliche Zusammenhänge erkennen. Insbesondere partnerschaftliche Beziehungen können unter der enormen Last der Unbedarftheit bersten. Die Schlichtheit einer Beziehung ist bester Nährboden für Glückseligkeit. Wenn sich Lebensbedingungen und Beziehungen ändern kann es aber sein, dass dieser Boden nicht mehr trägt. Was man also bis hierher aufgebaut hat, kann sich geradewegs entrüsten. Du bist entmutigt und enttäuscht von dir selbst. An dieser Stelle bist du gerade. Du musst nun beantworten ob du dir zutraust mit den gleichen Steinen, mit der Annahme die Architektur besser zu verstehen, das Fundament neu zu verlegen. Wenn, denke daran, dass du entweder die Ruinen des alten Baus &#8211; so weit möglich &#8211; wegräumst, oder ein, in seiner Stabilität gefährdetes, Neues darauf setzt. Oder du sogar neue Gründe erforscht und auf neuem Raum mit neuem Material baust.<br />
In jedem Fall ist es maßgebend, dass du die ständige Anpassung und Auseinandersetzung wahrst. Lass dies dein oberster Grundsatz sein.</p>
<p>Viel Erfolg und Glück!</p>
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		<title>Anekdoten zur Menschlichkeit</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Feb 2008 20:40:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedachtes]]></category>
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		<description><![CDATA[Steht man am Meer, schaut auf die seichten Wogen, so sieht man weit draußen wie sich bei klarem Himmel der Horizont mit der See verbindet. Hier draußen wollte ich sein um ein wenig zu mir selbst zu finden, Vergangenes von außen zu betrachten und zu begreifen was die Zukunft bringen kann. Durch diesen Wunsch sitze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Steht man am Meer, schaut auf die seichten Wogen, so sieht man weit draußen wie sich bei klarem Himmel der Horizont mit der See verbindet. Hier draußen wollte ich sein um ein wenig zu mir selbst zu finden, Vergangenes von außen zu betrachten und zu begreifen was die Zukunft bringen kann.<br />
Durch diesen Wunsch sitze ich nun in Bremerhaven mit Blick auf die Geste, die als einziger Vertreter durch ihr ebben und fluten auf die Nähe zum großen Wasser weist. Romantik ist hier höchstens mit viel Fantasie und Glauben zu erkennen. Die ersten drei Monate meiner Grundausbildung, so bin ich mir mittlerweile recht sicher, wird der militärische Drill in grünem Anzug &#8220;Sprechender Baum&#8221; das Maß der Dinge sein und mich jeden Morgen um null-fünfhundert aus den Träumen reißen. Schade eigentlich. Und wieder nicht &#8211; denn im Prinzip, so glaube ich, ist diese Erfahrung eine wichtige, eine lehrreiche. Denn was es eigentlich ist, das man &#8211; oder eben ich &#8211; am Leben so lebenswert findet, kann man hier besser begreifen. Insbesondere die Frage, wieso ich mich hier oft nicht als Mensch fühle und andere hingegen in dieser Zucht ihr Wesen finden ist eine spannende. Ganz außer jeder Frage steht, dass ich das heiße Gefühl der Liebe, Nähe und Zärtlichkeit nur schwerlich missen kann und es mich zu mancher ungewollten Gefühlsbrandung bringt, mich einmal mehr so einsam wieder zu finden. Wie dem auch sei, versuche ich diese Welle zu nutzen, Gefühle zu analysieren und mit den Umständen zu verbinden.<br />
Dieses Gefühl, nicht Mensch zu sein, ist hier besonders. Denn ich gehe davon aus, dass diese tiefe Leere durch den Mangel an freien Entfaltungsmöglichkeiten verursacht wird, dass die Individualität so sehr eingeschränkt ist, dass ich mich manchen Marsch in einem großen Haufen stinkendem Fleisch wieder finde. Dass Gespräche einen ungemeinen Wert haben, wird einem auch erst dann klar, wenn man sie nicht mehr hat, wenn ein Wortwechsel eine solch unangenehme Monotonie entwickelt, dass man sich schämt den Mund zu öffnen irgendwelche animalischen Tonfetzen von sich zu geben: Auswendig gelernte Sätze für jede mögliche Situation sind die einzigen Antworten auf das stumpfe Bellen des Vorgesetzten.<br />
Ich für meinen Teil freue mich, wenn auch nicht übermässig, auf das Ende dieser drei Monate, darauf dass ich die grüne Uniform in eine blaue tauschen kann. Nur dass es eine Uniform ist macht es ein wenig zwiespältig.<br />
Der Mensch aber, den diese Stumpfe Abschottung von der größeren Gesellschaft so befriedigt, dass er in diesem Spielhaus der geraden Linien aufblüht, muss ein anderes Verständnis von Menschlichkeit haben als ich. Und jene gibt es. Nicht zu knapp.</p>
<p>Diese Gefühle erinnern mich sehr an meine Gedanken zur Gesellschaft aus dem Winter letzen Jahres:<br />
&#8220;<a href="http://wanderwort.de/2006/12/06/fisch/">Fisch</a>&#8220;</p>
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		<title>Fisch</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Dec 2006 20:36:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedachtes]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>

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		<description><![CDATA[Fisch. Endlose, erbärmlich intensiv fischige Stände, voll gefüllt mit stinkendem, verwest anmutendem Fisch. Sinneswahrnehmungen wie bei schmutzigem Sex, der einem den Darm hinaufkriecht. Der Blick durch die Gassen, der kalte Schauer, der die Haut hinaufzieht, der frostige Wind, der in jede Ritze des Leibes zieht und von innen heraus jeden plausiblen Gedanken elendig isoliert und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fisch. Endlose, erbärmlich intensiv fischige Stände, voll gefüllt mit stinkendem, verwest anmutendem Fisch. Sinneswahrnehmungen wie bei schmutzigem Sex, der einem den Darm hinaufkriecht. Der Blick durch die Gassen, der kalte Schauer, der die Haut hinaufzieht, der frostige Wind, der in jede Ritze des Leibes zieht und von innen heraus jeden plausiblen Gedanken elendig isoliert und vernichtet.<br />
Fisch. Schmutziger Fisch. Dreckiger Fisch, eine dreckig fickende Gesellschaft.<br />
Gereizt den einsamen Anblick einer bebenden, stinkenden Masse zu entfachen. Ein Streichholz in das leere Getümmel zu werfen und den stinkenden, verzweifelten Seelen zuzuschauen, wie sie gedankenlos verbrennen.<br />
Der eisige Wind zieht tiefer unter Kleider und Mäntel, der Schritt wird behaglicher, blendet man aus. Auf samtigem Kies zieht der Weg seine Adern durch ein großartiges Schlachtfeld der verlorenen Träume und Wünsche. Mit nackten Füßen auf dem Weg zu schreiten, jedem Ascheberg zu entfliegen.<br />
Jener Wind, der der Grabesruhe ihre angesengten Kleidungsfetzen entreißt und sanft durch die Luft trägt. Nun wird er wohlig warm und zieht mit dem Weg seine Bahnen von den Trümmern, von verkohlen Gestalten.<br />
Einsam wirkt dieser neue Fluß, aber voll an reichen Gedanken, belebt durch den Kuß des reizend warmen Windes. Jede Knospe am Wegesrand, nun im Mittelpunkt des Seins, weist dem Weg seine Richtung. Am Hafen dann und nun, schaut das tiefe schwarze Wasser hinauf, schaut dir ins Gesicht. Die Dielen knirschen unter jedem Schritt den du nimmst deine Freiheit zu finden. Der warme Wind bläst dir in den Rücken und drängt dich den Pfaden deines Massakers zu entfliegen und zu vergessen. Für den Moment:<br />
Segel zu setzen, das Meer zu ergründen. Wie du treibst, so wirst du getrieben. Wenn dort jener Wind die Segel glänzen läßt und neue Ufer mit samtigem Kies auslegt. So stehst du am Hafen und die Dielen zerreißen hinter dir, setzt du den Fuß vom Wind getrieben auf das treibende Boot. So zerbersten die Asche und die Dielen, treibt dich der Wind in Richtung Morgen.<br />
Hemmungslos und Wahnerfüllt.</p>
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