July 6th, 2008
Wir liegen heute Abend, wie Gestern, vor Anker in einer kleinen türkischen Bucht, an der Einfahrt zum Bosporus. Gerade haben wir Mannschafter und Unteroffiziere einen leckeren Eis-Sundowner auf dem Achterdeck zu uns genommen und Dummschnack gehalten. Das Glück ist mit mir, dass ich keine Ankerwache gehen muss und in diesen Stunden ein wenig Zeit für mich habe. Die einzige Zeit, in der man davon sprechen kann. Denn normalerweise sind die Tage so straff gestrickt, dass die wenigen Gelegenheiten, die man frei verwenden kann, fürs konsequente Ausruhen missbraucht werden. So kommt leicht das Gefühl auf, dass man im reinen Seebetrieb lebt. Man geht eine Art Symbiose mit seinem Boot und der Mannschaft ein und verdrängt leicht die alten Normalitäten.
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Tags: Marine, SNMCMG 2
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February 1st, 2008
Steht man am Meer, schaut auf die seichten Wogen, so sieht man weit draußen wie sich bei klarem Himmel der Horizont mit der See verbindet. Hier draußen wollte ich sein um ein wenig zu mir selbst zu finden, Vergangenes von außen zu betrachten und zu begreifen was die Zukunft bringen kann.
Durch diesen Wunsch sitze ich nun in Bremerhaven mit Blick auf die Geste, die als einziger Vertreter durch ihr ebben und fluten auf die Nähe zum großen Wasser weist. Romantik ist hier höchstens mit viel Fantasie und Glauben zu erkennen. Die ersten drei Monate meiner Grundausbildung, so bin ich mir mittlerweile recht sicher, wird der militärische Drill in grünem Anzug “Sprechender Baum” das Maß der Dinge sein und mich jeden Morgen um null-fünfhundert aus den Träumen reißen. Schade eigentlich. Und wieder nicht – denn im Prinzip, so glaube ich, ist diese Erfahrung eine wichtige, eine lehrreiche. Denn was es eigentlich ist, das man – oder eben ich – am Leben so lebenswert findet, kann man hier besser begreifen. Insbesondere die Frage, wieso ich mich hier oft nicht als Mensch fühle und andere hingegen in dieser Zucht ihr Wesen finden ist eine spannende. Ganz außer jeder Frage steht, dass ich das heiße Gefühl der Liebe, Nähe und Zärtlichkeit nur schwerlich missen kann und es mich zu mancher ungewollten Gefühlsbrandung bringt, mich einmal mehr so einsam wieder zu finden. Wie dem auch sei, versuche ich diese Welle zu nutzen, Gefühle zu analysieren und mit den Umständen zu verbinden.
Dieses Gefühl, nicht Mensch zu sein, ist hier besonders. Denn ich gehe davon aus, dass diese tiefe Leere durch den Mangel an freien Entfaltungsmöglichkeiten verursacht wird, dass die Individualität so sehr eingeschränkt ist, dass ich mich manchen Marsch in einem großen Haufen stinkendem Fleisch wieder finde. Dass Gespräche einen ungemeinen Wert haben, wird einem auch erst dann klar, wenn man sie nicht mehr hat, wenn ein Wortwechsel eine solch unangenehme Monotonie entwickelt, dass man sich schämt den Mund zu öffnen irgendwelche animalischen Tonfetzen von sich zu geben: Auswendig gelernte Sätze für jede mögliche Situation sind die einzigen Antworten auf das stumpfe Bellen des Vorgesetzten.
Ich für meinen Teil freue mich, wenn auch nicht übermässig, auf das Ende dieser drei Monate, darauf dass ich die grüne Uniform in eine blaue tauschen kann. Nur dass es eine Uniform ist macht es ein wenig zwiespältig.
Der Mensch aber, den diese Stumpfe Abschottung von der größeren Gesellschaft so befriedigt, dass er in diesem Spielhaus der geraden Linien aufblüht, muss ein anderes Verständnis von Menschlichkeit haben als ich. Und jene gibt es. Nicht zu knapp.
Diese Gefühle erinnern mich sehr an meine Gedanken zur Gesellschaft aus dem Winter letzen Jahres:
“Fisch“
Tags: Absurd, Marine, Menschen
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December 17th, 2007
Mein neuestes Projekt in Sachen Frontend Entwicklung für die Firma TalentRun GmbH in Hamburg neigt sich seinem Ende und ist heute als Beta für Freunde und Tester auf talentrun.de online gegangen.
Aktuelle Infos findet Ihr zum Beispiel im Videointerview mit Gruenderszene.de auf Sevenload oder in der letzten Pressemeldung der GEMA
Wer die Plattform testen möchte, kann sich natürlich gern melden und seine Freischaltung beschleunigen.
Anbei noch eine kleine Beschreibung der Grundidee der Karaoke-Plattform..
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Tags: Arbeit, TalentRun, Web 2.0
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November 15th, 2007
Silvia hab’ ich einen Laufpass gegeben und nun ist Jana aktuell.
So weit, dass ich meinen Rechnern Frauennamen gebe, ist es zwar noch nicht, doch bei einem MacBook Pro ist man vor absoluter Entzückung nicht gefeit. So habe ich gleich Leopard eingeweiht und festgestellt, dass es doch einige Sachen gibt, die nicht laufen auf Apples neuestem Schuss.
1. Skype
Nach der normalen Installation starten Skype genau ein mal. Danach hüpft das Symbol im Dock nur einmal und es passiert nicht. Erst Verzweiflung, dann folgende Lösung:
Ihr müsst Skype installieren, aber noch nicht starten. In Programmen/Skype sich den Paketinhalt anzeigen lassen und die Informationen (Apfel+I) der Ordner “MacOS” und “Contents” sowie die Datei “Skype” aufrufen. Bei “Sharing-und Zugriffsrechte” stellt ihr nun bei “Ich” auf “Nur lesen”. Fenster schließen und wieder öffnen, dann ein Häkchen bei “Geschützt”. Schliessen und Skype öffnen – fertig.
-> Quelle
Nachtrag:
Nach der neusten Skype Version scheint sich das Problem amortisiert zu haben. Außerdem kann man dem Programm den dauerhaften Zugriff zum Netz gestatten, was den blöden Klick nach jedem Neustart auch behebt.
2. Last.fm
Der Audioscrobbler von Last.fm macht sich durch eine viel zu hohe Speicherauslastung bemerkbar. Ich habe noch nichts gefunden, was das behebt. Entsprechend rate ich mit GimmeSomeTune zu scrobblen.
3. Die neuen Sicherheitswarnungen bei Mail und Programmstarts
.. die wirklich nerven! Sobald ich eine Möglichkeit gefunden habe, bei Zugriff auf POP-Accaunts mit nicht erkanntem Zertifikaten die Warnungen auszuschalten, bin ich wirklich froh. Manchen Programmen muss man auch ständig neu erlauben, sich mit dem Internet zu verbinden. Ich hoffe, dass Apple da mit 10.5.1 ein wenig aufräumt.
Aber ansonsten ist es ein gelungenen Betriebssystem, dass trotz des protzigen Erscheinungsbildes sauber und schnell arbeitet. Meine Wünsche für die Zukunft beschränken sich im Moment auf hübschere Ordner- und Stacksymbole, sowie einer Ausbesserung der Firewall.
Zum Schluss noch einmal meine ersten Minuten mit dem neuen MacBook Pro (Jana?):
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Tags: Apple, Leopard, Mac OS
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November 5th, 2007
As Firefox and its friends don’t support the normal “display: inline-block” feature of css, it got its own syntax which is called “display: -moz-inline-box”. In most cases you can use it without seeing a difference to the standard CSS-syntax.
One of the bugs is that your element won’t have an automatic break at the end of the line but behaves somehow like “white-space: nowrap”.
The other bug which I will kill by now appears when your inline-block Element doesn’t have a content.
For example when the background is set with CSS and you don’t want anything else to be displayed. Or if you are using Javascript to fill the element.
Anyway Firefox would ignore the line-height and put your element in the next line.
Perhaps you didn’t see this HTML-Enitie for a while as we all use CSS and UTF-8, but a simple (a white-space) will work, though.
Tags: CSS, Mozilla
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October 26th, 2007
.. und der ist überwältigend.
Mac OS 10.5 Leopard mit Becks und Fingerfood. Jedenfalls hat mein Applehändler vor der Tür, nachdem er heute um 18:00 Uhr das zweite Mal öffnete guten Umsatz mit dem neuen Betriebssystem von Apple gemacht. Und ganz verrückt giere ich nun natürlich auch, mein System zu aktualisieren.
Der neue Finder jedenfalls ist sehr beeindruckend. Insbesondere, wenn man mit Windows-Rechnern in einem Netzwerk ist, ist das Symbol des Rechners ein angegilbter alter Bildschirm, auf dem ein Blue-Screen zu sehen ist. Sehr amüsant und mal wieder ein kleiner Seitenhieb von den immer selbstbewussteren Apple-Entwicklern.


Tags: Apple, Leopard, Mac OS
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October 25th, 2007
Wer angehalten ist für größere Projekte seine Seiten auch dem Microsoft Internet Explorer schmackhaft zu machen, stößt recht schnell auf die Grenzen der vollkommen veralteten CSS Engine.
Ein grandioser Bug im ist hier eine mehrdimensionale Liste. Heisst, eine Liste (ol/ul), die in einer anderen liegt (oder auch in einer Tabelle).
Hier fügt der IE oberhalb der Liste einen Abstand ein, den man mit normalen Margin oder Padding angaben nicht ändern kann. Wir versuchen es: Read the rest of this entry »
Tags: CSS, IE-Hacks, xHTML
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October 25th, 2007
I just converted two Joomla 1.x.x installations to UTF-8 encoding and I will publish the steps required for a working installation. You should consider disabling access to your website while you’re working on it.
- Convert database. That’s only possible if you use mysql 4 or higher, as older versions don’t support unicode yet. Converting the database itself meant for me: Use phpMyAdmin to dump it. The dump was already encoded with UTF-8. If it’s not, convert it.
Also remove the DEFAULT CHARSET for each table:
CREATE TABLE `v1_banner` (
...
) ENGINE=MyISAM <strong>DEFAULT CHARSET=latin1</strong> AUTO_INCREMENT=x ;
Or replace it by:
DEFAULT CHARSET=utf8 COLLATE=utf8_unicode_ci
Now re-import your dump into your database.
- Enable UTF-8 for your database connection. Open your includes/database.php and uncomment the
Tags: Joomla, MySQL, UTF-8
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October 18th, 2007
Nach den verschiedensten Anläufen unsere Gedanken und Machenschaften der Umwelt mitzuteilen, ist nun heute am 18. Oktober diese Gedankensammelstelle online gegangen. Hierbei geht es darum komplizierte Gedankenverwurstungen auszuformulieren um damit nicht zuletzt auch anderen Denkanstöße zu geben.
Ferner sind wir als Autoren auch der typische Jugendliche von Morgen, der mit krummen Rücken auf seinem Möchtegern-Chefsessel versucht das ganze WWW mit ach so revolutionären Spielereien zu beflügeln. Trotzdem versuchen wir diesen Blog nicht allein als Austauschpool verwirrtem “Geekgequassel” zu nutzen, sondern auch mit Alltäglichem, Gesellschaftlichem, Politischem und auch Persönlichem. Vielleicht wird so auch deutlich inwiefern der medienorientierte- und integrierte Jüngling in einer überinformierten Gesellschaft zurecht kommt.
Trotzdem soll nicht zu wenig auch über neue Technologien und Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine berichtet werden. So nah am Strom der Zeit wie möglich, so viel des 2. Webs wie nötig und trotzdem mit genügend sozialem Netzwerk.
Getreu dem Namen “Wanderwort” also interkulturell, multilingual (Deutsch, Englisch, Ruby, PHP, jQuery, Ajax, CSS, XHTML, ..) und eindeutig mitten in der Gesellschaft.
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Tags: Intern
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December 6th, 2006
Fisch. Endlose, erbärmlich intensiv fischige Stände, voll gefüllt mit stinkendem, verwest anmutendem Fisch. Sinneswahrnehmungen wie bei schmutzigem Sex, der einem den Darm hinaufkriecht. Der Blick durch die Gassen, der kalte Schauer, der die Haut hinaufzieht, der frostige Wind, der in jede Ritze des Leibes zieht und von innen heraus jeden plausiblen Gedanken elendig isoliert und vernichtet.
Fisch. Schmutziger Fisch. Dreckiger Fisch, eine dreckig fickende Gesellschaft.
Gereizt den einsamen Anblick einer bebenden, stinkenden Masse zu entfachen. Ein Streichholz in das leere Getümmel zu werfen und den stinkenden, verzweifelten Seelen zuzuschauen, wie sie gedankenlos verbrennen.
Der eisige Wind zieht tiefer unter Kleider und Mäntel, der Schritt wird behaglicher, blendet man aus. Auf samtigem Kies zieht der Weg seine Adern durch ein großartiges Schlachtfeld der verlorenen Träume und Wünsche. Mit nackten Füßen auf dem Weg zu schreiten, jedem Ascheberg zu entfliegen.
Jener Wind, der der Grabesruhe ihre angesengten Kleidungsfetzen entreißt und sanft durch die Luft trägt. Nun wird er wohlig warm und zieht mit dem Weg seine Bahnen von den Trümmern, von verkohlen Gestalten.
Einsam wirkt dieser neue Fluß, aber voll an reichen Gedanken, belebt durch den Kuß des reizend warmen Windes. Jede Knospe am Wegesrand, nun im Mittelpunkt des Seins, weist dem Weg seine Richtung. Am Hafen dann und nun, schaut das tiefe schwarze Wasser hinauf, schaut dir ins Gesicht. Die Dielen knirschen unter jedem Schritt den du nimmst deine Freiheit zu finden. Der warme Wind bläst dir in den Rücken und drängt dich den Pfaden deines Massakers zu entfliegen und zu vergessen. Für den Moment:
Segel zu setzen, das Meer zu ergründen. Wie du treibst, so wirst du getrieben. Wenn dort jener Wind die Segel glänzen läßt und neue Ufer mit samtigem Kies auslegt. So stehst du am Hafen und die Dielen zerreißen hinter dir, setzt du den Fuß vom Wind getrieben auf das treibende Boot. So zerbersten die Asche und die Dielen, treibt dich der Wind in Richtung Morgen.
Hemmungslos und Wahnerfüllt.
Tags: Menschen, Träume
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