Um herauszufinden, was du willst, musst du bewusster leben – nicht danach suchen. Denn erst Erlebtes lässt sich reflektieren. Leben ist permanent in Bewegung zu bleiben.
Studien haben ergeben, dass sportliche Menschen, denen man mehrere Wochen lang Faulenzen verordnet hat, schon nach kürzester Zeit schwere physische Mängelerscheinungen aufwiesen. Ich bin mir trotz fehlenden Studien sicher, dass genau dies auch mit deiner Psyche passiert wenn du deinen Geist zu Bette trägst. Am ehesten passiert dies, wenn du dich auf Erreichtem ausruhst. Was dein Körper dir mit schwammigen Polstern verbucht, endet für dein Wesen in einer erträglichen, unbewussten Einfalt. Die Seligkeit scheint omnipräsent – ist aber zerbrechlich wie Porzellan. Es ist einfacher.
Reflektierst du diese Hypothese auf deine Beziehungen, wirst du ganz ähnliche Zusammenhänge erkennen. Insbesondere partnerschaftliche Beziehungen können unter der enormen Last der Unbedarftheit bersten. Die Schlichtheit einer Beziehung ist bester Nährboden für Glückseligkeit. Wenn sich Lebensbedingungen und Beziehungen ändern kann es aber sein, dass dieser Boden nicht mehr trägt. Was man also bis hierher aufgebaut hat, kann sich geradewegs entrüsten. Du bist entmutigt und enttäuscht von dir selbst. An dieser Stelle bist du gerade. Du musst nun beantworten ob du dir zutraust mit den gleichen Steinen, mit der Annahme die Architektur besser zu verstehen, das Fundament neu zu verlegen. Wenn, denke daran, dass du entweder die Ruinen des alten Baus – so weit möglich – wegräumst, oder ein, in seiner Stabilität gefährdetes, Neues darauf setzt. Oder du sogar neue Gründe erforscht und auf neuem Raum mit neuem Material baust.
In jedem Fall ist es maßgebend, dass du die ständige Anpassung und Auseinandersetzung wahrst. Lass dies dein oberster Grundsatz sein.
Viel Erfolg und Glück!

